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Das Museum in Gliwice :: Villa Caro  ·   · 
  

"Volkskultur im Gebiet von Gliwice während der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert"

Izba dawnego domu drewnianego Orka, bronowanie Sianokosy ¯niwa, m³ocka
Ku¼nia wiejska Warsztat stolarski Kuchnia z pocz±tku XXw. Izba z pocz±tku XXw.

Die Ausstellung zeigt die Wohnverhältnisse und die Beschäftigung der einheimischen Bevölkerung, die das Gebiet des jetzigen Kreises Gliwice bewohnte. Sie umfaßt den Zeitraum vom Ende des 19. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung wird begleitet von Fotografien aus den Jahren 1914 - 1930.

Chrystus Frasobliwy Chrystus upadaj±cy pod krzy¿em Chrystus upadaj±cy pod krzy¿em Pieta
¦w. Barbara Kapliczka Ukrzy¿owanie Pieta
¦w. Antoni Ukrzy¿owanie ¦w. Otylia Madonna

Saal I

Ein Beispiel des traditionellen, aus einem Gebäude bestehenden, Dorfgehöftes ist die schon im Jahr 1679 beschriebene Bauernhütte aus Pniów (Pniow) (s. Foto), in der die Bereiche für Wohn- und Wirtschaftszwecke vereint sind. Nur in den Gehöften der reicheren Bauern waren Haus, Scheune und Stall getrennt. Die Ausstellung zeigt das Fragment einer Holzhütte mit der Originaltür aus dem Dorf Borowiany (Borowian) mit einem geschnitzten Deckenbalken aus dem Jahr 1803. An der Außenwand der Hütte sieht man Brandschutzgeräte, die im 19. Jahrhundert eingesetzt wurden, wie Eimer aus Leder, Feuerwehrspritzen und Einreißhaken.

Im Inneren wird die Einrichtung einer Bauernstube gezeigt. Der Tisch befand sich immer an einer besonderen Stelle. Darüber hingen Heiligenbilder, die die sogenannte "heilige Ecke" bildeten. Zu sehen sind auch Hinterglasbilder, u. a. die hl. Ottilie, das Herz Jesu, die Mutter Gottes aus Czestochowa, und der gekreuzigte Jesus. Charakteristisch für eine Bauernstube ist ein verziertes Regal über dem Ofen für Teller und Töpfchen. Auf dem Ofen stehen Krüge, Töpfe aus Ton, Gußeisen und Kupfer und kleinere Küchengeräte. Auf einem Hochschrank in der Ecke sind Töpfe, Tonschüsseln und Kupferkrüge aufgestellt. An der Wand neben der Tür hängen ein Weihwasserbecken und eine Laterne; ein Spinnrocken und ein Spinnrad stehen auf dem Boden. Außerhalb der Stube präsentieren wir die Ausstattung des Eingangs und der Kammer. Hier befinden sich: eine bemalte Kiste, eine Stampfmühle mit Stampfer, Mörser, Mausefallen, Mulden, eine Flachsbreche und Bürsten zur Flachsbearbeitung, ein Krauthobel, ein Getreidefaß, ein Brotschieber, Schlittschuhe, Schneegangraketen, ein Waschschlegel und ein Mangelbrett, Blaubeerenabstreifer, eine Waage aus Holz, Butterformen, Maße u.a.

Saal II

Haupteinnahmequellen der Bauern waren Ackerbau und Viehzucht. Fotografien zum Ausstellungsteil Ackerbau zeigen Feldarbeiten wie das Pflügen, die Heu- und Getreideernte und das Dreschen. Zu sehen sind Eggen mit Dornen aus Holz und Metall, ein Karrenpflug, ein Furchenzieher, Schaufeln und Gabeln aus Holz, Gartenpflocken, Sicheln, eine Sense und eine Halbsense, Rechen, Flegel, Steinmetzscheiden und eine Getreidereinigungsmaschine.

Zur Viehzucht (hauptsächlich Schlachttiere und Zugtiere) werden ein Ochsenjoch und Teile des Pferdegeschirrs präsentiert. Ebenfalls zu sehen sind ein Futtertrog mit Hängehaken, Schlösser zum Führen der Ochsen, Hirtenglocken, Schafschurscheren, eine Häckselmaschine und Holzgabeln.

Auch die Bienenzucht war in Schlesien sehr populär. In der Ausstellung kann man zwei figurale Bienenstöcke sehen, und zwar einen im 19. Jahrhundert von Jozef Grochla hergestellten Bienenstock in Gestalt eines Löwen und einen von Konrad Osman, der einen Bären darstellt, dazu eine Honigzentrifuge aus dem 19. Jahrhundert und Imkergeräte wie Bienenpfeifen, einen Honigtopf, Kästen für die Drohnen und die Königin und Rahmen für Bienenstöcke mit dazugehörenden Messern.

Saal III

Eine zusätzliche Einkommensquelle der Dorfbevölkerung war das Handwerk. In diesem Saal werden eine Schmiede, eine Tischler- und Zimmermannswerkstatt, eine Schumacherei sowie eine Werkstatt für Flechtarbeiten vorgestellt.

Die wichtigsten Ausstattungsgegenstände der Schmiede sind Schenkungen der Schmiede Ryszard Kurpanik aus Ostropa (Ostroppa) und Jan Szygula aus ¦wibie (Schwieben).

Schmiede

Die Tradition des Schmiedehandwerks war in den Dörfern rund um Gliwice (Gleiwitz) sehr groß. Zur Ausstattung einer traditionellen Schmiede gehörten der Platz für die thermische Bearbeitung, das ist eine Esse mit Blasebalg zum Entfachen des Feuers (an der linken Wandseite) und der Platz für die mechanische Bearbeitung mit dem Amboß (Zentrum). Im Regal befinden sich die wichtigsten Schmiedewerkzeuge: verschiedene Hämmer , Formstücke, Stempel mit Laschen, Nageleisen, Zirkel, Aufzieher für die Radbänder u.a.

An der linken Wand hängen Erzeugnisse des Schmiedehandwerks; von links nach rechts: dekorative Scharniere, Türbeschläge, ein Schloß für eine Kiste, Hängeschlösser, Schlüssel und Scheren aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Rad- und Pflugbeschläge, Gabeln, Treibstacheln aus dem 20. Jahrhundert u.a.

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